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22.03.2018, 07:49 Uhr | Übersicht | Drucken
Ein Weckruf an die demokratischen Abgeordneten der Stadt Neubrandenburg
Eine Rede von Dr. Joachim Schnabl zum Thema der Wiederaufstellung der Karl Marx Statue, die heute nicht gehalten werden darf.

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

nach der Gründung der DDR im Jahre 1949 bekamen wir Schüler plötzlich Schulhefte, auf denen  Marx, Engels, Lenin und Stalin abgebildet waren, der Anfang einer systematischen Einflussnahme, der sich kaum jemand entziehen konnte, Marxismus, Leninismus wurden Staatsdoktrin. Es endete mit Wahlfälschungen und einem politischen und wirtschaftlichen Chaos.     



Neubrandenburg - Sehr verehrte Abgeordnete: In Jena stand man 2017 vor dem gleichen Problem wie wir heute. Auf  dem Campus der Friedrich Schiller Universität Jena stand eine Karl Marx Büste, die 1992 als Zeichen der demokratischen Erneuerung abgebaut worden ist. 25 Jahre nach ihrer Entfernung soll die Büste wieder aufgestellt werden. Dafür hat sich eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtrat ausgesprochen. Die Büste ist Eigentum der Universität. Das höchste Gremium der Uni hält an seinem Beschluss von 1991 fest, mit der  Begründung: Vor allem aber sei die Büste "Teil der DDR-Propaganda" gewesen (Zitat aus MDR Thüringen 28.07.2017).

1989 haben auch in Neubrandenburg mutige Frauen und Männer mit zittrigen Beinen, bangem Herzen und einer brennenden Kerze in der Hand eine friedliche Revolution erzwungen. Diese Frauen und Männer haben 2001 entschieden, die Karl Marx  Statue von ihrem Standort zu entfernen, denn sie wollten endlich frei sein. Wir sollten die Entscheidung dieser Frauen und Männer ehren und achten, denn sie haben mit ihrem Leben gespielt, als sie den Aufstand probten.

Sollten 28 Jahre Leben in Freiheit und Demokratie  ausgereicht haben, Sie vergessen zu lassen, was uns die Philosophie von Karl Marx beschert hatte. 40 Jahre geistige Enge, Unfreiheit  und wirtschaftliche Kapitulation.

Daher verehrte Abgeordnete appelliere ich an Sie, prüfen Sie das Für und Wider ihrer Entscheidung und  lassen Sie nicht zu, dass die Beschlussfassung unserer Stadtverordneten von 2001 kassiert wird. Verteidigen Sie Demokratie und Recht und Freiheit und verhindern Sie, dass uns DDR Propaganda durch die Hintertür wieder zugemutet wird.

Und wenn Sie gar nicht wissen, was nun mit der Bronze geschehen soll, vielleicht einschmelzen und ein Denkmal für die Menschen der friedlichen Revolution gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schnabl
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Wir veröffentlichen das Manuskript von Dr. Schnabl hier, da Rederechte von Nichtabgeordneten zu diesem Thema in der Sitzung der Stadtvertretung nicht zugelassen werden sollen.



aktualisiert von Frank Benischke, 22.03.2018, 07:56 Uhr


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